Hustenstiller – gar nicht so ohne


Vor der Einnahme gut informieren
Hustenstiller – gar nicht so ohne
stockfour/Shutterstock.com

Trockener Husten kann quälend sein – vor allem, wenn er den Nachtschlaf stört. Hustenstiller versprechen dann Linderung. Aber auch wenn viele Präparate frei verkäuflich sind, ist bei der Einnahme einiges zu beachten.

Produktiver versus trockener Husten

Husten ist durchaus nützlich – er sorgt dafür, dass Staub, Fremdkörper oder Erreger aus den Atemwegen befördert werden. Der sogenannte „produktive“ Husten ist zudem dafür zuständig, dass Schleim aus den Atemwegen abgehustet wird. Anders ist das bei trockenem Husten. Er entsteht oft, weil die Atemwege gereizt und dadurch hochempfindlich sind. Häufig flankiert er eine Atemwegserkrankung: Der Husten ist trocken, bis der Schleim in den Atemwegen sich zu lösen beginnt und sich abhusten lässt. Sind die Atemwege wieder frei von Schleim, geht der Husten wieder in seine trockene Form über.

Besser die Ärzt*in oder Apotheker*in fragen

Beim produktiven Husten macht der Einsatz von Hustenstillern meist keinen Sinn: Schleim und Krankheitspartikel sollen ja abgehustet werden. Bei trockenem Husten spricht in vielen Fällen hingegen nichts gegen Hustenstiller.

Es gibt aber auch Umstände, unter denen man besser mit der Ärzt*in oder Apotheker*in Rücksprache hält. Dazu zählen unter anderem:

  • Kinder unter 2 Jahre: Bei Kleinkindern sollte man Husten immer ärztlich abklären lassen, bevor man zu Hustenstillern greift. So ist es ausgeschlossen, dass man behandlungsbedürftige Erkrankungen wie Pseudokrupp übersieht. Weil Kleinkinder oft Fremdkörper verschlucken, wird die Ärzt*in auch immer prüfen, ob die Atemwege frei sind.
  • Anhaltender Husten über 2 Wochen: Hartnäckiger Husten ist immer ein Fall für die Ärzt*in, um ernstere Erkrankungen auszuschließen.
  • Begleitsymptome wie Fieber, starke Schmerzen oder Atemnot: Solche Beschwerden weisen auf Krankheiten hin, die eine Ärzt*in behandeln sollte. Betroffene nehmen den Husten dann besser ernst, anstatt ihn einfach auszuschalten.
  • Asthma: Nicht alle Hustenstiller eignen sich für Asthmatiker*innen, weil sie Einfluss auf die Atmung nehmen können.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Die Einnahme von Hustenstillern wirkt sich unter Umständen auch auf das Kind aus. Zum Beispiel kann der Wirkstoff Dextromethorphan (Wick Husten-Sirup, Silomat DMP Lutschpastillen) die Atmung des gestillten Säuglings hemmen.
  • Einnahme anderer Medikamente: Hier sind gefährliche Wechselwirkungen möglich, etwa das Serotonin-Syndrom bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Antidepressiva oder dem Wirkstoff Dextromethorphan.

Was die Leitlinie sagt

Wissenschaftlich erwiesen ist die Wirkung von Hustenstillern übrigens nicht – das sagt zumindest die aktuelle Leitlinie zu akutem und chronischem Husten.  Sie empfiehlt stattdessen, viel zu trinken und die Atemluft anzufeuchten.

Quelle: pta heute, 08/22

Wir sind zertifiziert


Wir sind nach DIN EN ISO 9001:
             2021zertifiziert.

Weiterlesen

Digitales Impfzertifikat...bitte Personalausweis und Impfausweis mitbringen

News

Nasenspülung bei Schnupfen
Nasenspülung bei Schnupfen

Dusche für die Nase

Schnupfen, trockene Schleimhäute oder akute Mittelohrentzündungen sind im Winter keine Seltenheit. Dagegen kann eine Nasendusche helfen. So wird sie angewendet.   mehr

Eisenmangel bei Schülerinnen
Eisenmangel bei Schülerinnen

Ernährung und Menstruation als Faktoren

Schwedische Forschende haben die Ursache für Eisenmangel bei Schülerinnen untersucht. Dabei spielte auch die Ernährung eine große Rolle.   mehr

Kann man Antidepressiva absetzen?
Kann man Antidepressiva absetzen?

Wieder bessere Stimmung

Beschwerden weg, Medikament absetzen? So einfach ist das bei Depressionen leider nicht. Die Rückfallquote ohne Einnahme von Antidepressiva ist hoch. Allerdings hängt sie davon ab, welche Strategie dabei gefahren wird.   mehr

Infektionen als Reisesouvenir
Infektionen als Reisesouvenir

Von Ruhr bis Malaria

Reiserückkehrer bringen nicht nur Eindrücke und Souvenirs aus dem Urlaub mit nach Hause. Manchmal werden bei der Heimkehr nach Deutschland auch Infektionen und Krankheiten eingeschleppt.   mehr

Wenn die Linse zwickt
Junge hält eine Kontaktlinse

Helfen Augentropfen bei Kontaktlinsenproblemen?

Viele Kontaktlinsenträger*innen kennen es: Die Augen sind trocken, gereizt oder man hat ein Fremdkörpergefühl. Manche nutzen dagegen Augentropfen. Doch helfen diese auch wirklich?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Neue Apotheke
Inhaberin Evelyn Eckebrecht
Telefon 03722/9 20 92
E-Mail nalio@t-online.de