Forscher haben neue Hinweise für die Theorie gefunden, dass die Seefahrer der Kolumbus-Reisen die Syphilis von Amerika nach Europa eingeschleppt haben.
Bisher widersprachen dieser Theorie Skelettfunde von Europäern, die angeblich Zeichen der Syphilis aufwiesen, aber bereits vor 1492 gestorben waren. Forscher haben diese 54 bekannten Skelette nun erneut untersucht und konnten zeigen, dass diese entweder falsch datiert worden waren, oder nur syphilis-ähnliche Symptome zeigten, nicht aber eindeutige Zeichen der gefährlichen Geschlechtskrankheit.
Die erste große Syphilis-Epedimie suchte Aufzeichnungen zufolge Europa im Jahr 1495 heim, zuvor war die Krankheit in der alten Welt unbekannt. Schon damals gab es den Verdacht, dass die Amerika-Reisenden die neuartige Erkrankung eingeschleppt haben könnten, denn sie breitete sich von den Hafenstädten aus, in denen die Heimkehrer aus der Neuen Welt ankamen. (Mitteilung der Emory University)
Text: wissenschaft.de / Bild: bilderbox.com
20.01.2012